Ultrafeinstaub wird umfassend untersucht

Das Thema Ultrafeinstaub hat am Donnerstag erneut den Umweltausschuss des Landtags beschäftigt. Anlass war ein Antrag der Grünen-Fraktion, die für Ende des Jahres vorgesehene Einrichtung von Messstationen im Flughafen-Umfeld durch das Umweltministerium zu beschleunigen. „Diesen Antrag hätten sich die Grünen sparen können“, findet der Freisinger Landtagsabgeordnete Benno Zierer. „Aber es passt ihnen einfach nicht, dass wir Freie Wähler beim Thema Ultrafeinstaub so viel erreicht haben.“ Die Messungen, die bereits Anfang Juni im Auftrag des Landkreises gestartet wurden, brächten genau das, was in dem Antrag gefordert wurde: „Die Ergebnisse bei historisch niedrigem Flugaufkommen ermöglichen den Vergleich mit späteren Werten, wenn die Zahl der Starts und Landungen nach der Corona-Krise wieder ansteigt“, erläutert Zierer. Das lasse Rückschlüsse darauf zu, welchen Anteil der Luftverkehr an der Ultrafeinstaub-Belastung hat.

Auf Zierers Initiative hin hatte der Kreistag mit breiter Mehrheit beschlossen, dass der Landkreis Messungen veranlassen solle. „Landrat Helmut Petz hat diesen Beschluss beherzt und schnell umgesetzt“, sagt Zierer. „Dafür bin ich sehr dankbar.“ An fünf Standorten werden UFP-Messungen in Kooperation mit Helmholtz-Zentrum und Bürgerverein vorgenommen werden. „Mir ging es darum, dass möglichst zeitnah gestartet wird“, stellt Zierer klar. „Wer die Messungen durchführt, ist letztlich zweitranging.“ Das Umweltministerium habe sogar angeboten, sich an den Kosten zu beteiligen.

Auch ansonsten sei das FW-geführte Ministerium alles andere als untätig, betont der Freisinger Abgeordnete. Wissenschaftler der Universität Bayreuth bereiten das Messprojekt im Umfeld des Flughafens vor. An zwei Messstellen in Freising und Hallbergmoos soll nicht nur die Gesamtpartikelzahl gemessen, sondern auch deren Zusammensetzung chemisch analysiert werden, um die Herkunft der Partikel genauer zu bestimmen. Dafür muss eigens eine Vorrichtung entwickelt werden, die Ultrafeinstäube automatisiert sammelt. Das brauche eben eine gewisse Vorlaufzeit.

„Ich bin sehr froh, dass sich das Umweltministerium mit Minister Thorsten Glauber an der Spitze dem Thema Ultrafeinstaub so umfassend annimmt und eine gezielte Strategie entwickelt hat“, sagt Zierer. Zur Monitoring- Strategie gehören weitere Messstellen in München, Augsburg und Regensburg sowie der Aufbau eines Forschungsverbundes, der sich mit Messung, Charakterisierung und Bewertung der ultrafeinen Partikel befasst.

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