Für ein bayernweites Ultrafeinstaub-Monitoring

Die Freien Wähler bleiben beim Thema Ultrafeinstaub am Ball. Sie wollen die Messung der ultrafeinen Partikel in der Luft und die Erforschung der Gesundheitsgefahren vorantreiben. „Ziel ist eine bayernweite Monitoring-Strategie, die natürlich auch Messungen am Flughafen beinhaltet“, erklärt der Freisinger Landtagsabgeordnete Benno Zierer. Zu diesem Zweck soll ein Netz für langfristige Messungen aufgebaut werden, um der medizinischen Forschung eine größere Datenbasis zur Verfügung zu stellen. Erste Gespräche mit dem Umweltministerium seien sehr positiv verlaufen. „Ich freue mich, dass das von den Freien Wählern geführte Umweltministerium diesem Thema gegenüber aufgeschlossen ist“, sagt Zierer. Er hatte bei den Gesprächen deutlich gemacht, welch hohen Stellenwert die UFP-Problematik vor allem in der Flughafen-Region hat. Bayern könne nun einen wichtigen Beitrag leisten, die Erforschung der gesundheitlichen Auswirkung des Ultrafeinstaubs voranzubringen. Langfristiges Ziel müsse es sein, auf EU-Ebene zu Grenzwerten zu kommen.

Im Umweltausschuss des Landtags wurde am Donnerstag ein Antrag der Grünen behandelt, UFP-Messstellen am Flughafen München zu installieren. „Dieser Antrag war dünn und griff viel zu kurz“, erläutert Zierer die Ablehnung durch die Mehrheit aus CSU und Freien Wählern.  Die Initiative der Grünen habe nicht dazu gedient, die Erforschung von Ultrafeinstaub zu verbessern, denn dafür brauche es eben eine umfassende Strategie. „Es ging nur darum, die Freien Wähler auf eine Nagelprobe zu stellen“, kritisiert der Freisinger FW-Abgeordnete: „Auf solche taktischen Spielchen lassen wir uns nicht ein. Wir wollen in der Sache etwas voranbringen.“

Die Freien Wähler waren die erste Fraktion, die das Thema Ultrafeinstaub auf die Agenda im Landtag gesetzt hat. Auslöser war die Diskussion um alarmierend hohe Werte, die der Bürgerverein Freising in der Umgebung des Flughafens seit Jahren ermittelt. 2017 gelang es, eine Expertenanhörung zu Feinstaub und Ultrafeinstaub im Landtag durchzusetzen, bei der auch der Bürgerverein Freising Gehör fand. „Die Quintessenz der Anhörung war, dass die Datenlage zu ultrafeinen Partikeln dringend verbessert werden muss, um die Forschung voranzubringen und die Belastung effektiv vermindern zu können“, betont Zierer. „Dabei wollen wir Schritt für Schritt vorankommen.“

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.