UFP-Monitoring ist auf dem Weg

„Ich werte es als großen Erfolg, dass der Freistaat Bayern Ultrafeinstaub-Messungen in Angriff nimmt und den Flughafen in die Überlegungen für das Messnetz einbezieht,“ erklärt der Freisinger Landtagsabgeordnete Benno Zierer (Freie Wähler). Ein Antrag, den die FW-Fraktion gemeinsam mit dem Koalitionspartner CSU im Landtag eingebracht hat, fordert die Staatsregierung auf, Messungen im Umfeld des Flughafens München zu prüfen. Das soll geschehen, sobald der Abschlussbericht eines Forschungsvorhabens des Umweltbundesamtes am Flughafen Frankfurt vorliegt, das sich mit Messstrategien für Großflughäfen befasste. „Ich sehe das als klaren Auftrag – von einer Hinhaltetaktik kann keine Rede sein“, betont Zierer. Es sei sinnvoll, die Erfahrungen, die in Frankfurt gesammelt wurden, in die Überlegungen einzubeziehen.

Die Freien Wähler hatten das Thema im Jahr 2017 mit einer Expertenanhörung erstmals auf die Agenda im Landtag gesetzt. In der vergangenen Legislaturperiode waren alle Vorstöße gescheitert, eine bayerische Monitoring-Strategie für Ultrafeinstaub zu etablieren. Das änderte sich mit der Regierungsbeteiligung der Freien Wähler. Das Umweltministerium stellte Mittel für die Beschaffung der komplexen Messgeräte im Haushalt bereit und griff die Anregungen aus der Expertenanhörung auf, Messstellen in Augsburg und Regensburg einzurichten. Dort können die Ergebnisse mit Daten der Gesundheitsstudie „Nationale Kohorte“ zusammengeführt werden. Zudem wurde das Landesamt für Umwelt beauftragt, in einem auf drei Jahre angelegten Projekt die Zusammensetzung der ultrafeinen Partikel zu erforschen.
Über die Gesundheitsgefahren der mikroskopisch kleinen Teilchen (Durchmesser unter 100 Nanometer) ist noch wenig bekannt. Die Forschungslage muss dringend verbessert werden, wenn langfristig Grenzwerte festgelegt werden sollen.

Verschiedene Studien belegen, dass der Luftverkehr eine bedeutsame Quelle von Ultrafeinstaub und die Belastung im Umfeld von Flughäfen besonders hoch ist. „Deshalb habe ich mich hartnäckig dafür eingesetzt, dass am größten bayerischen Flughafen Messungen durchgeführt werden“, erklärt Benno Zierer. „Dazu machen wir einen großen Schritt.“

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