Hände weg von Hundewelpen, die nicht von seriösen Züchtern angeboten. (Foto: juefraphoto/Fotolia)

Welpenschmugglern das Handwerk legen

Hände weg von Hundewelpen, die nicht von seriösen Züchtern angeboten. (Foto: juefraphoto/Fotolia)

Das Geschäft mit Hundewelpen aus Osteuropa boomt. Wie viel Leid, Betrug und Korruption sich dahinter verbergen, ahnt jedoch kaum jemand.

Seit Wiedereinführung der Grenzkontrollen stoppen die Behörden in Bayern regelmäßig illegale Tiertransporte. Fast wöchentlich wird irgendwo ein Fahrzeug voll wehrloser Welpen entdeckt. Vor allem Hundewelpen aus Osteuropa werden über die Grenzen geschmuggelt – oft in völlig verwahrlostem Zustand. Bislang gelten diese ungenehmigten Welpentransporte allerdings lediglich als Ordnungswidrigkeit. Allein im ersten Halbjahr 2016 sind mehr als 350 Welpen bei Kontrollen entdeckt und an Tierheime weitergegeben worden – mehr als im gesamten Jahr 2015. Das damit verbundene Bußgeld zwischen 5.000 und 25.000 Euro reicht ganz offensichtlich nicht aus, um verantwortungslose Tierhändler abzuschrecken. Als FREIE WÄHLER Landtagsfraktion wollen wir deshalb härtere Sanktionen. Wir fordern daher die Staatsregierung auf, sich im Bund dafür einsetzen, dass illegaler Welpenhandel als Straftatbestand in das Tierschutzgesetz aufgenommen. Nur dann sind härtere Strafen für solch skrupellose Tierhändler möglich.

Hände weg von Hundewelpen, die nicht von seriösen Züchtern angeboten. (Foto: juefraphoto/Fotolia)
Hände weg von Hundewelpen, die nicht von seriösen Züchtern angeboten werden. (Foto: juefraphoto/Fotolia)

Die Unterbringung und medizinische Versorgung der beschlagnahmten Tiere kostet viel Geld. Pro Welpen kommen schnell 1.500 Euro an Kosten für Tierarzt, Betreuung und die Unterbringung in Quarantäne zusammen. Je nach Anzahl und Gesundheitszustand der Tiere können die Aufwendungen bei einzelnen Fällen so in die Hunderttausende Euro gehen. Damit sind sowohl die Tierheime überfordert wie auch die Landkreise in Grenznähe, die sich mit vielen illegalen Transporten konfrontiert sehen. Nach unseren Vorstellungen soll sich die Staatsregierung künftig an den Kosten beteiligen. Unser entsprechender Antrag zum Doppelhaushalt sah vor, ein Härtefallbudget von jährlich einer Million Euro bereitzustellen, aus dem Kommunen in Tierschutznotfällen unterstützt werden. Dazu zählen auch Fälle von „Animal Hoarding“, dem krankhaften Sammeln von Tieren. Diesen Antrag hat die CSU-Mehrheit leider abgelehnt.

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